Realität

Date: 22 Januar, 2012  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Ich hätte nie im Leben gedacht, dass mich eine Freundin so intensiv zum heulen bringen kann mit ihrem Verhalten. Ich hätte meinem Prinzip treu bleiben sollen: je weniger du dich einer Person öffnest, umso weniger wirst du im Zweifelsfall verletzt. Back to the roots – ich sollte mich, wenn es wirklich ernsthaft drauf ankommt nicht auf jemand anderen verlassen, sonst bin ich verlassen. Wenn ich meinem Therapeuten am Donnerstag erzählen werde, dass genau das was wovor ich am meißten Angst hatte, wahr geworden ist….bin gespannt, ob er dann immer noch fröhlich daherredet “Es ist doch ein befreiendes Gefühl jemanden zu haben, der für einen da ist.”… Für andere da sein ist ja kein Problem, aber mich selbst nochmal öffnen? Ganz bestimmt nicht.
Vor allem hat die Szene in meiner Wohnung mit der lauter werdenden Stimme ein extremes Flashback ausgelöst über meine Mutter, die auch einmal in meine alte Wohnung in Wülfrath kam, weil sie über etwas reden wollte und als ich ihr meine Meinung sagte – die ihr nicht passte – schrie sie mich an. Das geht garnicht. Wenn jemand zu emotional ist und weiß, dass es mir ohnehin schon schlecht geht und mich dann anfaucht, der hat dann meine Wohnung zu verlassen. Sowas muss ich mir nicht antun, nicht wenn es mir schon mehrere Tage nicht gut geht.
Ich konnte froh sein, dass Caro online war und mir zuhörte. Auch wenn das halt zur Folge hatte, dass ich heulen musste, weil es mir sehr nahe ging. Hoffendlich werde ich in Zukunft distanziert genug sein, um nichts mehr an mich herankommen zu lassen – auch wenn das zur Folge haben sollte, dass ich auf andere wie eine emotionslose Puppe wirke.
Habe drüber nachgedacht, vielleicht an Karneval einfach mal loszuziehen, um mich mit Fremden besinnungslos zu saufen und in einem fremden Bett aufzuwachen. Das wäre zwar absolut nicht mein Stil, aber man soll ja offen für Neues sein. Und betrunken mache ich dann den Jensen mit Eye of the tiger und bringe alle zum lachen. Das wäre doch mal eine ganz neue Erfahrung.
Mir kam grade der Gedanke, dass ich mir vielleicht als symbolisches Zeichen die Haare abschneiden lasse – mein Onkel hat schon mehrfach was gesagt von “alten Zöpfen abschneiden” – es war zwar auch was anderes bezogen, aber wieso nicht diesen Spruch nicht im übertragenen Sinne übernehmen.
Auch wenn das jetzt etwas theatralisch klingen mag, aber wenn meine Oma und mein Onkel morgen vor der Tür stünden, bereit zum auswandern, ich würde meine Sachen packen und wäre weg. Jetzt grade scheiße ich auf Düsseldorf und das, was ich für wichtig hielt.

Sam: Dean… is there something you wanna say to me?
Dean: I tried, Sammy. Man, I really tried. But I just can`t keep pretending that everything’s all right. Because it’s not. And it’s never going to be. You chose a demon over your own brother… and look what happened.
Sam: I would give anything, anything, to take it all back-
Dean: I know you would. And I know how sorry you are, I do. But, man… you were the one that I depended on the most. And you let me down in ways that I can’t even… I’m just- I’m having a hard time forgiving and forgetting here. You know?
Sam: What can I do?
Dean: Honestly? Nothing. I just don’t… I don’t think that we can ever be what we were. You know? And I don’t think I can trust you.

Wenn man diesen Dialog mit den entsprechenden Namen umbesetzt (Dean spricht mir hier aus der Seele), dann passt es PERFEKT…traurig, aber wahr.

…Zusammenbruch…

Date: 13 Januar, 2012  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Ich hatte letzte Woche eine richtig extreme Erkältung, die mich an mein Bett kettete. Es ist Jahre her, dass ich so krank war und mich so geschwächt fühlte. Doch ich hatte eine tolle Krankenschwester namens Nadine, die jeden Tag mindestens einmal runter kam, um zu sehen wie es mir geht, Tee zu kochen, mir Mittag- bzw. Abendessen zu bringen und mir wenn es zeitlich möglich war Gesellschaft zu leisten. Ohne sie wäre ich wahrscheinlich immer noch “bettlägrig”, weil ich nicht genug getrunken und gegessen hätte, um mich zu stärken. Es war ein wunderbares Gefühl wie ein Kind bemuttert zu werden, da hätte sich vor ein paar Jahren jemand bestimmtes eine dicke Scheibe abschneiden können. Naja auch egal, jetzt bin ich erwachsen und die Vergangenheit ist nunmal so wie sie ist.
Heute bzw gestern (wir haben ja schon wieder 3 Uhr morgens…) war ich dann das erste Mal draussen, um zu meinem Therapeuten zu fahren. Ich erzählte ihm von Weihnachten, die Folgewoche, Silvester und ein Traum, den er mir deutete und der mir ehrlich gesagt hinterher noch mehr Angst einjagte.
Mittags holte mich dann Nadine ab, da ich sie zu einem Termin in der Uniklinik begleitete. Es dauerte eine halbe Ewigkeit trotz Termin…doch irgendwann waren wir dann frei. Auf dem Heimweg kaufte sie noch was bei REWE ein und dann fuhren wir heim. Eigendlich sollte sie Besuch kriegen, daher wuselte sich in ihre Wohnung, während ich mir erstmal eine heiße Dusche gönnte, da es draussen kalt und nass war und ich mich aufwärmen wollte – was mir auch sehr gut gelang.
Dann aß ich die Reste vom Vortag und chillte ein bisschen, bis Nadine mir erzählte, dass ihre Verabredung ihr abgesagt hatte. Da sie schon Frikadellen gemacht hatte, brachte sie sie direkt mit runter. Wir überlegten uns was zusammen zu gucken und ich machte eine Liste von den Dingen, die in Frage für mich kommen würden. Um sie nicht im Dunkeln tappen zu lassen, erzählte ich grob, worum es in den einzelnen Filmen ging. Sie entschied sich leider für den Film “Rache ist sexy” – eine Liebeskomödie und ich ging während des Filmes ungewollt in mich und je länger der Film lief, desto angespannter wurde ich. Nadine wollte den Film abbrechen, aber ich ließ ihn weiterlaufen. Einige Zeit später sprach sie mich erneut an und ich machte auf Pause und ohne Vorwarnung schossen mir sämtliche Tränen der letzten drei Jahren aus den Augen. Aus stillem weinen wurde schluchzen und daraus klägliches Geheul. Es war einfach nicht mehr aufzuhalten. Egal wie oft ich meine Nase putzte und die Tränen mit Erklärungen zu verdrängen versuchte, sie liefen permanent weiter. Meine dauerhafte Maske bröckelte nicht nur, sie zerbrach in tausend Teile. Meine tief verborgenen Gefühle, meine Wünsche, Träume – einfach alles sprudelte hoch und sie zerplatzten wie Seifenblasen. Es blieb nur die Einsamkeit übrig. Seit ich damals Anfang 2009 Wülfrath verlassen hatte, um in Graz mit meinem damaligen Freund ein gemeinsames Leben zu starten, war ich einsam. Für ihn war ich damals keine Partnerin, sondern ein Sexspielzeug, Hausfrau, Mitarbeiterin im Familienbetrieb und vor allem ein effektives Werkzeug um seine Exfrau eifersüchtig zu machen und zurück zu erobern. Das ist mir schon länger bewusst gewesen, aber dass ich damals trotz jeglicher Mühen die Einsamkeit verdrängte war ein kleines Wunder. Als ich dann später nach Düsseldorf zog Ende Mai ’09 um dort ohne familiäre Hilfe neu anzufangen, lernte ich neue Menschen kennen – die meißten davon nur flüchtig und ich legte auch keinen Wert drauf, sie näher kennen zu lernen, weil wir einfach nicht auf der gleichen Wellenlänge waren. Alleine war ich eigendlich nicht, ausser ich zog mich zurück. Aber einsam war ich und ich verdrängte es weiter, um mich nicht mit dem Wunsch nach Liebe und Wärme zu quälen. Ich frischte nach und nach ältere Kontakte wieder auf und setzte stets ein Lächeln auf und alberte mit meinen Freunden herum. Natürlich gab es auch Momente, in denen ich schlecht gelaunt war, aber meine Einsamkeit versank immer tiefer und dieses schwarze Loch wurde immer größer ohne das ich es realisierte.
Letztendlich habe ich ungelogen eine Stunde permanent Rotz und Wasser laufen lassen. “Was stimmt nicht mit mir?” frag(t)e ich mich. Wieso kann mich kein Mann so lieben wie ich bin? Bin ich so hässlich? So abstoßend? So ekelhaft? So widerlich?…. Mal von meinen Träumereien von Jensen Ackles abgesehen, habe ich keine Ansprüche wie z. B. ‘n vollen Geldbeutel oder gutaussehend oder was auch immer. Die Chemie muss einfach stimmen und er muss ehrlich und treu sein. Auf irgendwelche One Night Stands mit Fremden habe ich keine Lust. Ich möchte einfach umarmt werden, geliebt werden und mich geborgen fühlen. Drei Jahre habe ich mir jetzt eingeredet, dass ich alleine auch stark bin – was eigendlich auch stimmt – aber mir fehlt ein großes Puzzleteil und diese offene Wunde klafft und blutet nun unaufhaltsam.
Als ob das nicht schon Qual genug für einen Abend wäre, ist mir etwas aufgefallen, was mir kaum bewusst gewesen war. Trotz meiner Medikamente habe ich durch diese gähnende Leere sehr viel meiner sowieso schon geringen Lebensfreude eingebüßt. Wie Flashbacks erinnerte ich mich an irgendwelche alltäglichen Szenen wie z. B. im Bus zu fahren. Ich weiß ja nicht, was anderen Menschen alltäglich durch den Kopf geht, aber ich stellte mir vor, dass der Bus einen Unfall haben würde, der aus irgendeinem Grund nicht verhindert werden konnte – Schicksal. Solange niemand in dem Bus sitzt, der mir wichtig ist, wäre es mir egal, wenn sowas passieren würde. Mich selbst umbringen kann ich nicht, weil ich dann absichtlich einer Hand voll Menschen sehr weh tun würde und diese Vorstellung ertrage ich nicht. Ich möchte nicht den Menschen weh tun, indem ich etwas plane bzw. durchziehe. Ich suche ebenso wenig die Gefahr, weil das letztendlich auch indirekt aktiv wäre und somit würde ich meine eigenen Prinzipien brechen. Aber wenn mich beispielsweise ein Besoffener bei einer grünen Ampel (für die Fußgänger) plötzlich umfahren würde, wäre es einfach dumm gelaufen für mich oder sowas halt – keine Ahnung ob das was ich versuche zu erklären auch sinngemäß ankommt. Um es anders auszudrücken bin ich nicht suizidgefährdet, aber es würde mich ebenso wenig stören, wenn ich durch einer “zur falschen Zeit am falschen Ort”-Situation draufgehen würde.
Und bei dem emotionalen entblättern gestern Abend habe ich das offen ausgesprochen und habe damit Nadine ebenfalls zum weinen gebracht. Wir hielten uns im Arm und weinten aus Verzweiflung. Sie ertrug die Vorstellung nicht, dass mir was passieren würde und ich weinte aus Verzweiflung über meine Hilflosigkeit gegen die Einsamkeit. Sie sagte dann unter Tränen, dass wenn sie lesbisch wäre sie mit mir zusammen wäre. Das war das süßeste, was ich jemals von jemandem gehört habe – mal abgesehen davon, dass ich ebenfalls nicht lesbisch bin. Sie meinte, sie würde nicht verstehen, warum sich kein Mann für mich interessieren würde. Das aus dem Mund einer Freundin zu hören ist sehr lieb, aber Männer achten auf andere Merkmale bei einer Frau als umgekehrt.
Ende ’09 – Anfang ’10 hatte ich mich schonmal mit meinen Gefühlen auseinandergesetzt in der Tagesklinik. Damals ging es um meine Familie, weil das Thema für mich sehr present war. Aber das vorhin war nichts, was mich die Tage aktiv beschäftigt hätte – es war bzw. ist ein drei Jahre altes vernachlässigtes Herz, welches ich nur zum Blut transportieren benutzte. Ich würde einiges dafür aufgeben, um mal umworben zu werden, zu daten und vllt. in eine Beziehung überzugehen. Aber die andere Seite der Medaille ist die Angst, wenn ich Geld sparen würde um Abends wegzugehen, würde ich auch nur einem Mann auffallen. Oder würde ich den ganzen Abend in (beispielsweise) Bars rumsitzen und vergeblich auf ein Wunder hoffen.
Diesen Monat könnte ich sowieso vergessen, weil ich für Silvester schon vorher Geld ausgegeben hatte für eine Feier, die garnicht stattfand, weil mir in letzter Minute abgesagt wurde. Aber ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr mir keine Süßigkeiten zu kaufen ausser es sei mal ‘nen Brotbelag. Ich meine eher so Sachen wie Schoki, Chips, Pudding und Co. Es ist jetzt der 13te Tag und für mich ist das eine große Sache, da ich in der vorweihnachtlichen Zeit viel genascht habe, um einen Ausgleich für meine Leere zu haben. Da habe ich die Leere auf Weihnachten geschoben, weil es mich jedes Jahr bedrückt, weil wir nie wieder als richtige Familie feiern werden. Aber an Weihnachten selbst merkte ich, dass ich es dieses Jahr ertrug. Da hätten schon meine inneren Alarmglocken bimmeln müssen, dass sich ein seelischer Sturm zusammenbraut. Doch ich wollte es einfach nicht wahr haben. Ich konzentrierte mich lieber auf die Silvesterfeier, die nicht stattfand. Hätte Nadine nicht zufällig bei Lidl die beiden ersten Staffeln von Supernatural im Angebot gesehen, hätte ich Andrea vermutlich abgesagt, die sich als Alternative angeboten hatte.
Doch da Nadine und ich grade auf Staffel 4 und 5 warten, konnte ich mich die letzten Tage nicht mehr in eine Serie hineinversetzen, um das eigene Leben zu vergessen. Und da der Film wie gesagt eine Liebeskomödie war, wurden wohl die letzten emotionalen Blockaden gebrochen und die Flut überkam mich. Und nächste Woche trage ich die Sinnflut zu meinem Therapeuten, der wird sich über die 180° Wendung bestimmt mehr als wundern, nachdem ich heute bzw. gestern einen eher ruhigeren Eindruck hinterließ.
Mitlerweile stehen mir nur noch gelegendlich die Tränen in den Augen, aber jetzt wo ich alleine vor dem PC sitze, kann ich meine Emotionen mehr oder weniger wieder nach aussen hin abstellen. Aber mir wird etwas mulmig bei dem Gedanken, das Wochenende zu überstehen, weil Nadine nicht da sein wird und ich nicht weiß, ob ich mich einfach ins Bett verkriechen soll, um zu schlafen und zu verdrängen. Oder ob ich mich mit mir selbst beschäftigen soll, was normalerweise absolut kein Problem darstellt….aber wenn man in die Versuchung kommt nachzudenken, dann könnte die Einsamkeit wieder spürbar werden und ich würde wieder heulend seelisch zusammenklappen.
Meiner Oma kann ich noch nicht ins Gesicht sehen wegen der Auswanderungssache. Das wäre für meine Seele so, als würde ich zu einer Schießerei mit einem Messer aufkreuzen…
Selbst wenn mich die Tatsache irritiert, so muss ich zugeben, dass ich mich nie zerbrechlicher gefühlt habe. Und doch weiß ich, dass mir so schnell nichts anhaben kann. Das ist irgendwie paradox.
Jetzt ist schon 5 Uhr und ich habe 2 Stunden mit Schreiben verbracht. Ich sollte mich endlich hinlegen und ein wenig schlafen, um meinen Körper auszuruhen. Doch bevor ich diesen Post beende, wollte ich an dieser Stelle ein Zitat aus dem Lied “No Love” von Simple Plan vortragen, was mir schon seit ein paar Minuten im Kopf schwirrt.

Broken down like a mirror smashed to pieces
You learned the hard way to shut your mouth and smile
If these walls could talk, they would have so much to say
‘Cause every time you fight, the scars are gonna heal
But they’re never gonna go away

Bis demnächst.
Mele

Stille Nacht – eine Parodie meinerseits

Date: 25 Dezember, 2011  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Stille Nacht, heilige Nacht
leider hab’ ich ins Bett gemacht.
Als ich mich zugeballert hab,
machte meine Blase schlapp.
Mein Magen rebellierte auch,
kotzen ist ein Säuferbrauch.
In meinen Exkrementen verende ich nun,
was will der Weihnachtsmann dagegen tun?
Hoffendlich hat euch mein Lied beglückt,
sonst werdet ihr von dem Anblick verrückt.
Kurz sehe ich das heilige Tor,
leider wartet der Teufel davor.
Nun darf ich nicht im Paradies sein,
Alkohol du verdammtes Schwein.
Doch ich lerne nichts dazu,
denn jetzt trinke ich es aus Teufels Schuh.
Sündigen hat auch was gutes imo,
man verzichtet auf nichts – ja das passt scho.
Danke für eure Aufmerksamkeit,
nun seid ihr hoffendlich zum Sündigen bereit…

Broken

Date: 19 Dezember, 2011  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Ich habe mir die letzten Wochen viele Gedanken um Weihnachten gemacht. Es ist ziemlich kommerziell geworden und es geht sehr oft nur noch darum, wer das teuerste Geschenk kauft bzw kriegt. Und so Werbungen wie die von Mediamarkt suggerieren es nur noch mehr. Aber mal davon abgesehen, habe ich mir viel mehr Gedanken um mein eigenes Weihnachten gemacht. Ich wollte mit aller Kraft verhindern, dass ich die Feiertage mit meiner Familie verbringe, denn ich wollte es vermeiden meinen Vater und die Sippe sehen zu müssen. Deswegen habe ich letzten Mitwoch die Zähne zusammengebissen und meine Oma gefragt, ob wir die Bescherung auf gestern verlegen könnten. Und sie hat ja gesagt. Da war ich echt erleichtert und mir fiel ein Stein vom Herz. Da blieb nur noch der Gedanke, dass ich irgendwie die Feiertage alleine überstehen muss. Ob nun vor dem Fernseher oder im Bett wusste ich noch nicht. Aber den Gedanken wollte ich erstmal verdrängen, weil ich wusste, dass ich mich Weihnachten einsam fühlen werde. Als ich noch ein Kind war, war Weihnachten richtig klassisch. Mein Vater ist meißtens mit meiner Schwester und mit rodeln gegangen – sofern Schnee lag – und meine Mutter legte derweil die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Als wir wiederkamen war kurz darauf Bescherung und es war wie in typisch-amerikanischen Filmen. Am ersten Weihnachtstag fuhren wir dann zu meiner Oma (väterlicherseits) und feierten da nochmal mit den Verwandten. Wir spielten dann mit unseren Cousinen und gingen in den Garten zum Schneemannbauen und dergleichen. Am zweiten Weihnachtstag ging es dann zu den anderen Großeltern und da wiederholte sich das Geschehen. Weihnachten war früher für mich ein riesiges Highlight und in der Gegenwart ist es für mich ein einziger Horror, weil ich es mit Familie verbinde und ausser meiner Oma und meinem Onkel möchte ich niemanden sehen. Naja eigendlich hätte ich gerne Kontakt zu meiner Schwester und zu meiner Stiefschwester, aber davon kann ich nur träumen. Wie dem auch sei, die letzten Wochen waren sehr anstrengend für mich, weil ich versucht habe Weihnachten zu verdrängen und das ist sehr schwer, wenn man einkaufen geht bzw durch die Stadt schlendert. Hätte ich vorher gewusst, dass das ein Zuckerschlecken ist zu dem, was mich noch erwartet, dann hätte ich die letzten Wochen einfach genossen und gechillt.
Der Freitag war ja richtig genial. Gegen Mittag besuchte mich Chris und wir quatschten eine Runde. Das haben wir schon länger nicht und ich muss sagen, dass war echt toll und entspannend. Ich weiß nicht so recht, ob er mir die Fortuna-Karte geschenkt hat, weil ich ihm am Mitwoch überraschenderweise mit einem Geschenk überrascht habe oder einfach weil er eine Karte übrig hatte, jedenfalls habe ich mich extrem gefreut, weil ich diese Saison nicht einmal bei einem Spiel meiner Lieblingsmannschaft war. Jedenfalls machte ich mich am Nachmittag fertig und fuhr etwas zu spät hin. Ich kam zwar immer noch pünktlich an, aber es war eine Qual in der U-Bahn gequetscht zu werden und es war jede Menge los an den Eingängen. Naja es war meine eigene Schuld, da Chris mich vorher gewarnt hatte. Auf jeden Fall war das Spiel spannend und nervenaufreibend und wir verloren das erste Mal in dieser Saison – vllt. hätte ich doch Zuhause bleiben sollen, bin ein Unglücksbringer. Zum Glück bin ich morgen nicht bei dem DFB-Spiel gegen den BVB dabei.
Tags drauf holte ich mir dann bei Nadine das Ticket ab, um nach Essen zu fahren. Leider verpasste ich den ersten Bus, daher quatschte ich noch eine Weile mit ihr. Der nächste Bus hatte extreme Verspätung und ich bangte schon um den Anschlusszug. Doch ich hatte Glück und ich kriegte ihn problemlos. Im richtigen Stadtteil angekommen musste ich mich erstmal zurecht finden und ein wenig rumfragen. Aber letztendlich erreichte ich das Krankenhaus ohne Umwege. Als ich Marc mit dieser Art Augenklappe sah, musste ich erstmal an einen Piraten denken, obwohl es wirklich nicht danach aussah. Dann überreichte ich ihm sein Geschenk und wir quatschen ein wenig. Kurze Zeit später klopfte es die Tür und eine Schwester kam rein. Als sie wieder ging, redeten wir weiter doch keine fünf Minuten später klopfte es wieder. Als erstes sah ich seine Mutter und war erleichtert, doch dann sah ich noch P. und K. und erstarrte. Sie schienen aber genauso überrascht zu sein wie ich, wobei vom Gesichtsausdruck zu urteilen her eigendlich noch mehr. Die Begrüßung war dann natürlich sehr steif, aber als wir alle runter in die Caféteria gingen, lockerte sich nach und nach die Stimmung. Doch vorher überreichte ich ihnen noch ihre Geschenke, die ich eigendlich bei Marc abgeben wollte, um eine peinliche Konfrontation zu vermeiden. Sie waren sichtlich überrascht etwas von mir zu kriegen. Auch wenn ich K. schon fast ein Jahr und P. knapp zwei Jahre nicht gesehen habe, heißt das für mich nicht, dass sie deswegen nicht zu meinen Freunden gehören. Jedenfalls quatschten wir alle eine halbe Ewigkeit und ich wurde zu einem Spielenachmittag eingeladen bzw. ich war schon eingeladen ohne es zu wissen. Vielleicht werden wir sogar gemeinsam mit einem Kumpel von den dreien feiern, was mich wirklich freuen würde, da ich bisher noch nichts Festes vorhabe. Es wurde viel gelacht und rumgealbert und ich muss sagen, das es für mich Nostalgie pur war in dieser Konstellation zu sein. Es erinnerte mich stark an früher, als wir Montags alle nebeneinander saßen. Es fehlte nur noch Claudia. Aber ich glaube nicht, dass das nochmal was wird zu fünft.
Aber nun komme ich endlich zu meinem eigendlichen Thema, der Sonntag. Gestern fuhr ich ja zu meiner Oma mit einer Tasche voller Geschenke und ich freute mich. Doch diese Freude sollte sich in alle Richtungen zerstreuen. Als ich ankam, wuselte meine Oma noch ein wenig herum, da sie kurz vorher erst aufgestanden war. Zum Glück musste das Essen nur aufgewärmt werden, denn es gab einen Topf voll Chinakohlsuppe – einer meiner Lieblingsessen bei ihr. Als wir dann alle vier am Essenstisch saßen platzte die Bombe meines Lebens.
Als ich damals anfang 2007 nach Wien zog um dem Stress mit meinem Exfreund zu entfliehen und weil mein WG-Partner auszog und ich nicht in dieser Wohnung alleine leben wollte, empfand ich es als größten Schritt meines Lebens, wobei ich eigendlich nichts zu verlieren hatte ausser meiner Kinderspielzeuge.
Als 2008 mein letzter Exfreund mich fragte, ob ich zu ihm nach Graz ziehen würde und nicht locker ließ, empfand ich es wieder als den größten Schritt meines Lebens, denn diesmal hatte ich sehr viel zu verlieren: meine eigene voll möbilierte Wohnung, meine Ausbildung, bis zu einem gewissen Grad den Kontakt zu meinen Freunden und wie sich bei dem Rückumzug heraustellte, meinen Wellensittich Sasuke, um den ich heute noch trauere.
Doch jeweils von Deutschland nach Österreich zu ziehen ist kein Akt ausser der Entfernung zu den Freunden. Aber das, was ich gestern gefragt wurde, sprengte meine Vorstellungskraft bei weitem. Die drei haben vor kurzem die Idee entwickelt, runter auf die Philippinen auszuwandern und ihr Haus hier zu verkaufen, um ein Startkapital zu haben und als ob das nicht schon Schock genug wäre, fragte meine Oma mich unverblümt, ob ich mitkommen würde. Aus Schock und Schreck und überhaupt sagte ich sofort nein, aber nach dem Essen sprachen wir nochmal in Ruhe darüber und sie erzählten mir mehr von ihrer Idee und deren Vorstellung der Umsetzung. Ich kann garnicht wiedergeben, was in in mir seitdem vorgeht. Ich fühle mich einfach zerrissen. Es war seit ich zurück zu meinen Eltern zurückzog kurz bevor die Grundschule anfing, immer mein Wunsch gewesen wieder bei bzw. mit meiner Oma zu leben. Vor allem habe ich mir zum Ziel gesetzt, sie zu pflegen, wenn sie später irgendwann Unterstützung in ihrem Leben braucht. Da ich zwei Praktika in Altenheimen und ein halbes Jahr der Sozialhelferausbildung hinter mir habe, weiß ich was auf mich zu kommen wird. Es ist zwar was ganz anderes sich um einen Verwandten zu kümmern als wie um einen fremden Menschen, aber genau das war immer meine Motivation. Denn meine Oma ist für mich alles. Sie ist mehr als eine Mutter und Vater für andere ist, weil ich schon so viel schwere Dinge durchlebt habe und sie war da, egal in welcher Form – ob nun als ich Keuchenhusten hatte, finanziell, Judo, Probleme mit meiner Mutter, etc. Ich könnte diese Liste unendlich lang ausführen…
Da ich grade nicht arbeite, habe ich keinen Job zu verlieren. Dort könnte ich was das angeht mehr erreichen, weil ich dann für meinen Onkel arbeiten würde. Ob nun das Verwalten eines Internetcafès, als eine Art Sekretärin oder andere Tätigkeiten. Das spricht beispielsweise dafür, genauso wie die Tatsache, dass ich immer bei meiner Oma wäre, ohne die ich mir ein Leben nicht vorstellen kann, weil sie mein Ein und Alles ist. Ich habe ihr auch schon mehrfach gesagt, wenn ich könnte, würde ich sie heiraten. Weil sie ist für mich nicht nur was Besonderes, sondern alles. Das klingt fast so, als wäre sie in meinen Augen perfekt, aber das ist sie auf keinen Fall. Aber bei ihr habe ich mich immer pudelwohl gefühlt und vor allem geliebt. Genau das, was mir woanders anders fehlt.
Aber die Vorstellung meine Freunde nicht mehr zu sehen und den Kontakt um ein vielfaches runterzuschrauben ist für mich ein enormer Druck, der mich zerfrisst. Auch wenn ich so Menschen wie beispielsweise Kathy und Caro so gut wie nie zu Gesicht kriege, so kann ich mich täglich mit ihnen unterhalten und rumblödeln. Doch allein durch die Zeitverschiebung und der ganzen Arbeit würde das kaum noch möglich sein. Es würde sich dann eher auf E-Mail-Kontakt minimieren und mit etwas Pech würde sich das Ganze im Sand verlaufen. Die Vorstellung treibt mir die Tränen in die Augen. Ich habe meine Freunde extrem lieb und möchte sie auf keinen Fall mehr missen. Und die Vorsttellung nichts mehr mit den Freunden zu unternehmen, die in meiner Nähe wohnen wie z. B. Nadine und Marc ist auch ein Schlag mitten ins Gesicht. Meine Oma meinte zwar, dass ich ja auch neue Freunde kennen lernen würde, aber die Menschen denen ich jetzt mein Herz öffne und die mir ihres öffnen, sind doch viel wichtiger als irgendwelche Fremde, die mal Freunde werden könnten. Mein Herz brennt und ich würde am liebsten die ganze Zeit heulen.
Dann spielten wir wie immer Mensch ärger dich nicht und ich hatte anfangs Probleme bei der Sache zu sein. Doch irgendwann steigerte ich mich absichtlich voll in das Spiel rein, um das andere Thema zu verdrängen und es klappte auch irgendwie.
Als wir dann nachmittags Kuchen aßen und der Freund der beiden runterkam, sagte meine Oma fröhlich “Wir haben noch jemanden für unser Vorhaben gewonnen.”, weil ich die Möglichkeit mitlerweile in Erwägung ziehe wegen der starken Bindung zu meiner Oma. Beim Essen laß ich dann meine beiden Weihnachtsgedichte vor und danach verteilte ich die Geschenke.
Nach der Kaffeezeit spielten wir dann noch eine Runde Phase 10 und ich gewann ausnahmsweise mal. Da freute ich mich, aber da schon 18 Uhr war, wollte ich den nächsten Bus nehmen. Mein Onkel fuhr mich zur Haltestelle und sobald ich im Bus war, sah ich wieder der Realität ins Auge. Das machte mich so stark fertig, dass ich Caro versuchte anzurufen. Da sie aber nicht ranging, guckte ich verkrampft aus dem Fenster und wollte nur noch nach Hause. Dort angekommen war ich total unruhig und konnte keinen klaren Gedanken fassen und glücklicherweise rief sie mich zurück. Ich erzählte ihr alles detailiert und hoffte, es würde mich erleichtern und mir einen Teil der Last von den Schultern nehmen, doch irgendwie wurde dieses Gefühl noch verstärkt.
Später an diesem Abend chattete ich noch eine Weile mit P. und erzählte ihm ebenfalls davon, weil er in meinen Augen ein großer Kritiker ist. Er fand die Idee auch absurd dorthin auszuwandern. Nach ein paar Minuten hatte ich das Gefühl, ich würde meine Emotionen zu diesem Thema nicht mehr unter Kontrolle haben, also wechselte ich ruckartig das Thema. Ich habe mir schweren Herzens überlegt, keiner Person mehr davon zu erzählen, aus Angst loszuheulen und noch verzweifelter zu werden. Ausserdem habe ich Angst, dass keiner – vom diskutieren abgesehen – von meinen Freunden sagt “Bitte gehe nicht (mir zuliebe)!” – Dieser Satz würde natürlich ALLES nur noch schlimmer machen, aber es würde mir zeigen, dass meine Freunde mich ebenso stark brauchen und lieben, wie ich sie.
Das alles tut mir so stark weh, dass ich Bauchschmerzen habe, mein Herz zu zerspringen droht und ich Angst habe, zusammenzubrechen. Ich möchte am liebsten nicht mehr aufstehen und nur noch in meinem Bett liegen. Ob nun weinen oder schlafen, das spielt dabei keine Rolle.
Da ich dazu neige, Themen die mir nahe gehen nur noch anzuschneiden bei Freunden, halte ich es für das Beste mich vorläufig zurückzuziehen. Ich möchte niemandem zur Last fallen und als Kummerkasten benutzen. Es tut mir ja jetzt auch leid, Caro und P. da mit reingezogen zu haben. Am liebsten würde ich jetzt einen Kumpel an meiner Seite haben, der mich in den Arm nimmt und bei dem ich einfach nur weinen kann und der alles still erträgt, ohne mich zu beeinflussen. Ironischerweise läuft grade in meiner Playlist “Revolverheld – Halt dich an mir fest” und das verstärkt diesen Wunsch nur noch mehr.
Vermutlich ist es das Beste die Woche mit Dingen zu überstehen, die mich ablenken und die ich alleine machen kann – so muss ich mich erstmal nicht mit diesem Thema auseinandersetzen…

Ein aufregender Start in die Woche

Date: 29 November, 2011  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Jetzt kann ich nachvollziehen, wenn es heißt: “Ihr Frauen macht das Gegenteil von dem was ihr sagt!”
Am Freitag schrieb ich noch, dass ich vermutlich niemanden fragen werden wegen Silvester und was mache ich in der Nacht zum Samstag? BÄM! Ich frage P. ganz unverblümt und überrumpel ihn total damit. 1A Leistung Mele! >_>” Aber überraschenderweise hat er es nicht am Samstag in der Männerrunde erwähnt.
Unangenehm wurde es dann, als er mich von Samstag auf Sonntag nachts ansprach, aber kein richtiges Gespräch zustande kam. Sowas macht mich ja grundsätzlich kirre – da erwarte ich von Person X ein Gespräch, weil er/sie mich anspricht und dann kommt das große Schweigen. Naja abwarten was sich noch ergeben wird.
In Momenten wie diesen erinnere ich mich an früher, als ich noch in Mettmann gewohnt habe zusammen mit meinem ersten Freund. Im nachhinein könnte man sowohl sein, als auch mein Verhalten aus verschiedenen Sichten kritisieren, aber mal davon abgesehen waren so Sachen wie Silvesterfeiern cool. Es war immer wieder schön Gastgeber für Freunde zu sein, mit denen man was getrunken hat und am rumblödeln war. Da könnte ich soviele lustige Geschichten rauskramen von solchen Festlichkeiten. Ja, wenn ich tief in mich reinhorche vermisse ich die Zeit mit RO und Wusel, denn wir waren wie eine kleine Familie.

Am Sonntag war ich dann bei Micha und wir machten uns eine Pizza und spielten 4 gewinnt. Irgendwann hatte ich aber keine Lust mehr, da ich erschöpft von zu wenig Schlaf und überhaupt ziemlich müde war. Sonntag ist für mich eh eher ein Tag, den man ruhig und gechillt genießen sollte und naja, wir kamen einfach nicht auf einen grünen Zweig. Als er irgendwann aufgab und mich nicht mehr nervte mit dem Spiel, ging er ins Schlafzimmer um zu telefonieren. Es zog sich natürlich mal wieder richtig in die Länge – kenne das ja schon von ihm – und naja irgendwann war es mir einfach zu blöd und ich nahm meine Sachen und ging ohne ein Wort zu sagen. Alleine vorm Fernseher kann ich genausogut alleine sitzen, nur meine Couch ist bequemer und ich kann bei Bedarf an den PC gehen oder kA mein Buch weiterlesen oder whatever~
Habe ihm das dann auch gesimst, aber es kam keine Reaktion – vermutlich ist er jetzt angepisst, aber warum sollte ich mich woanders langweilen, wenn ich Zuhause mehr vom Abend habe? Ausserdem zog er das telefonieren mit wem-auch-immer eh vor.
Zuhause habe ich dann doch noch den PC angemacht, obwohl ich eigendlich schlafen gehen wollte und mit Caro rumgealbert. XD Mit ihr schreibe ich in letzter Zeit ziemlich viel (Blödsinn) und ich hoffe, dass sie mal nach Düsseldorf kommt und wir auf *räusper* Männerjagd gehen, denn glücklicherweise haben wir nicht den gleichen Männergeschmack. :D Bei Supernatural steht sie z.B. auf Sam, während ich in Team Dean bin. XD Wir haben uns auch schon vorgestellt in ‘ner Bar “Entschuldigung, kennen Sie…?” zu spielen. =D
Natürlich habe ich gekonnt die Uhrzeit ignoriert und bin viel zu spät ins Bett und habe tags drauf erstmal verpennt. Dx

Dennoch grade so rechtzeitig bei meiner Betreuerin im Büro angekommen, haben wir die aktuellen Themen bequatscht und sind anschließend in den Keller gegangen, denn da steht ein neuer Kickertisch! *_* I luvz kickern. <3 Leider habe ich 2x verloren… q.q” Aber es hat trotzdem imbaviel Spaß gemacht. Nach dem Termin habe ich erstmal Nadine angerufen, weil wir was unternehmen wollten und wir entschieden uns auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Wir trafen uns im HBF, kriegten einen Adventskalender von der DB und gingen los. Sie fragte mich, ob wir gradeaus gehen oder auf die übliche Route nehmen sollten. Ich weiß nicht wieso, aber ich wollte geradeaus und es hat sich gelohnt! ;x Auf der Kö haben wir nämlich Männer gröhlen gehört und da es vor uns war, sahen wir auch bald was Sache war. Da posierten männliche Models für die Öffnung eines Geschäfts. Sie trugen Hemden, die offen waren ~ das erinnerte mich an eine Szene aus Twilight.. xD Fasziniert starrte ich dahin und Nadine drückte mir ihre Kamera in die Hand. Aber mich verließ meine sonst so große Klappe und ich traute mich nicht Fotos zu machen. Stattdessen fing sie an zu knippsen und dann kam eines der Models zu uns und wollte, dass wir mit auf dem Foto sind. Ô_Ô Total perplex stellten wir uns dazwischen und wurden fotografiert. HAMMER! x3 Ich kanns kaum erwarten, dass ich diese Fotos in die Finger kriege for fucking sake! <3~ Als wir kurz darauf wieder gingen, hatte ich einen roten Kopf, weil ich voll nicht auf die Situation klar kam. xD” Ich mein, wann kriegt man schonmal die Chance neben richtig gutaussehenden Typen zu stehen und fotografiert zu werden? ;3 Es dauerte auch ehrlich gesagt eine Weile, bis wir das auch wirklich realisiert hatten, dass das _wirklich_ passiert war…
Danach gingen wir auf den Weihnachtsmarkt und schauten uns alles mal an. Und ich habe mir auch eine Kleinigkeit gegönnt…einen Button für 50Cent von…SASUKE! <3 *~*
Nachdem wir alles gesehen hatten, machten wir uns langsam auf den Weg nach Hause. Zuhause angekommen chillten wir erstmal ein wenig und ich bekam Heißhunger auf Schokolade, also machte ich mich über den Kalender her…und Nadine tat es mir gleich. xD” Danach hatte ich noch viel mehr Appetit auf Schoki, also packte ich meine Pfandflaschen und wir dackelten zu ALDI. Unterwegs waren wir so ins Reden vertieft, dass ich garnicht realisierte, dass ich stolperte und KLATSCH lag ich auf’m Boden…ein weiterer Bauchplatscher für Düsseldorf (Anspielung auf “Wetten, dass…”). xD’ Leider machte Nadine kein Foto, weil sie viel zu irritiert war. Dann waren da noch 3 Typen, die einen Krankenwagen rufen wollten – hell no! – doch ich wollte einfach ein paar Minuten nur da sitzen und zur Besinnung kommen. Als ich wieder stand und wir weitergingen, musste ich erstmal lachen. xD
Die Pfandflaschen reichten nicht nur für eine Tafel Schokolade, sondern auch für Eier. <3 Ich freue mich schon, wenn ich wieder Geld aufm Konto habe – dann werde ich erstmal ordendlich einkaufen gehen. :3 Zuhause angekommen haben wir erstmal ‘n bissl ferngeschaut und uns berieseln lassen. Nach 18 Uhr war ich kurz vorm einpennen, weil ich so müde war. Nadine ging dann nach oben und ich legte mich auf die Couch und wäre fast eingeschlafen, aber dann meldete sich nach ‘ner Weile erneut mein Bauch und das war das Ende von der Ruhe… *nicht ins Detail gehen werd* -.-’
Danach machte ich dann den PC an und schaute, was es Neues gab. Dann war auch schon bald viertel nach 8 und Fortuna spielte gegen Fürth – das war echt spannend und actionreich…und wir gewannen 2:1! <3 Danach ließ ich mich noch von Dean und später Alan berieseln…*verträumt seufz* =) Und dann redeten Caro und ich wieder über jede Menge Blödsinn und die Zeit verging schneller als sie sollte. Ich habe herausgefunden, dass ich schediophil bin (ich wette, dass ihr jetzt erstmal googlen müsst :P ). Irgendwann ging sie dann schlafen, doch ich war noch mit Monster World beschäftigt…und so ging ich kurz vor 4 (ffs) ins Bett. Es geht nichts um einen lang ersehnten Schlaf. <3 <3 <3

Heute bin ich dann erst gegen Mittag aufgestanden und wollte eigendlich wieder ins Bett krabbeln, aber ich habs mir verkniffen. Habe mir sogar was Warmes gemacht, auch wenn das jetzt nichts nennenswertes war… ;o Und dann hat mich eben Kathy angesprochen und mir von ihrem Kurztripp nach Hamburg erzählt und mich gefragt, ob die Postkarte nicht ankam, nach der ich gefragt hatte. Natürlich war ich Trantüte heute noch nicht beim Briefkasten gewesen. xD; Und als ich schnell nachschauen ging, fand ich sie tatsächlich! <3 Hab sie sofort gelesen und dann ins Schlafzimmer gehängt zu meinen anderen Postkarten, die ich ja sammel. ^_^v
Und jetzt sitze ich hier, friere mir die Finger ab, überlege ob ich nicht doch noch schnell neues Wasser kaufen soll oder lieber Zuhause bleibe ~ denn meine Schultern schmerzen heute stark durch den Sturz gestern… ;< Aber ich glaube ich bleibe hier, weil mir absolut nicht nach rausgehen ist. =/ Jetzt ‘nen eigenes Auto wäre perfekt…oder ein Motorrad…oder ‘nen Fahrrad….ODER ein Pferd. =D!

Motivation endlich mal wieder zu bloggen <3

Date: 25 November, 2011  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Endlich habe ich mal wieder die Motivation etwas zu schreiben. Und dann sind es gleich mehrere Themen, die ich ansprechen möchte.

Thema Nummer 1: Medikation & Umstellung
Heute Morgen hatte ich einen Termin bei meinem Psychiater und ich erzählte ihm davon, dass ich letzte Woche länger als den halben Tag schlaf, obwohl ich abends nicht spät ins Bett ging und das ohne die Bedarfsmedikation zum Schlafen. Er war überrascht, da ich bisher das genaue Gegenteil als Problem hatte – ich bin sozusagen von einem ins andere Extrem gerutscht. Er meinte, es wäre besser Chlorprothixen 50mg erstmal garnicht mehr zu nehmen, aber das mache ich bereits eh nicht mehr…von daher.
Die Ursache sind vermutlich ein Mechanismus meiner Psyche die sich schützen möchte, indem sie etwas ausblendet bzw den Körper schlafen lässt, um nicht dran denken zu müssen. Das was mich zur Zeit wöchentlich intensiv beschäftigt ist die Therapie, die ich seit 4 Wochen durchziehe. Da es sich hierbei um Tiefenpsychologie handelt, wird meine komplette Biographie aufgearbeitet und ich fange an mich an Dinge zu erinnern, die ich längst vergessen/verdrängt hatte. Das ist in meinen Augen die logischste Schlussfolgerung bzgl meines Problems. Wobei ich kann meinen Körper da nicht ganz nachvollziehen, weil ich möchte das Ganze doch einmal richtig durchkauen, um es dann endlich mal richtig verdauen zu können (hach das war jetzt gut bildlich gesprochen :D ).
Aber da meine Stimmung sich in letzter Zeit eher im Keller aufhielt, habe ich auch direkt mal angesprochen, dass wir das Fluoxetin entweder erhöhen oder auf ein anderes Medikament umsteigen. Er meinte, es würde nicht wirklich Effekt haben die Dosis zu erhöhen, also werden wir was Neues ausprobieren. Aber dafür muss ich jetzt erst einmal eine Woche komplett ohne Antidepressiva leben, bevor ich den neuen Wirkstoff aufnehme. Irgendwie ist mir dabei etwas mulmig, da ich Angst habe, dass ich emotional abrutschen werde in der kommenden Woche. Aber man soll ja den Teufel nicht an die Wand malen, also warte ich es wohl erstmal ab. Aber falls ich schlecht gelaunt sein sollte, ist die Medikamentenumstellung ein Faktor, also seid gewarnt. :P

Thema Nummer 2: Träume & Erinnerungen
Letzte Woche träumte ich in der Nacht nach der Therapie von meinem Vater und seinem Tod im ersten Traum und im zweiten von Bedrängniss seinerseits mir gegenüber. Als ich davon träumte, war ich am Freitag etwas verstört von der Erinnerung an den Traum. Auch wenn es nur ein Traum war, so wirkte er verdammt realistisch.
Gestern sprachen wir von der Zeit nach der Grundschule und ich erinnerte mich an die zwei Jahre, die ich auf dem Gymnasium war. Und promt träumte ich (wieder!) von T., mit dem ich damals in einer Klasse war. Offen gesagt war ich damals total verschossen in ihn und schenkte ihm zum Geburtstag sogar Milka Herzchenpralinen bzw. gab sie seiner Mutter, da er nicht da war. Am nächsten Morgen bedankte er sich vor der ganzen Klasse bei mir, gosh war mir das damals peinlich. Am liebsten wäre ich im Boden versunken. Und heute Nacht träumte ich davon, dass wir in Wülfrath (kA wieso ausgerechnet diese ranzige Stadt -.-) zusammen zur Schule gehen würden und einfach mit einem Roller abgehauen wären, um nach Mettmann zu fahren. Es ist über 10 Jahre her, dass ich ihn gesehen habe und trotzdem war es im Traum ein verdammt schönes Gefühl mit ihm was zu unternehmen.
Mein letzter Exfreund M. meinte damals mal zu mir, dass man jede Person die man mal geliebt hat, weiter im Herzen trägt. Damals habe ich das kaum nachvollziehen können, aber jetzt spüre ich, was er meinte. Jeder Mensch, der dich ein Stück deines Lebens begleitet – sei es als Klassenkamerad/in, Bekannte/r, Freund/in oder Partner/in hinterlässt Fußabdrücke in deinem Sand. Wieviele Spuren es sind, dass entscheidet man letztendlich selbst, denn man selbst lässt die Menschen ja an sich heran oder nicht. Aber egal wie es hinterher ausgeht, die Spuren/Erinnerungen bleiben und wenn man den Mut hat sie das ein oder andere Mal zu fühlen, merkt man was die andere Person für einen war und was sie einem gegeben hat. Sei es nur das tägliche Fußballspielen in den großen Pausen während der Schulzeit, das regelmäßige Schreiben im ICQ oder sich Treffen, um was Schönes zu erleben.
Auch wenn es die betroffenen Personen vermutlich nicht lesen werden, so danke ich euch für die schöne Zeit, die ich damals mit euch hatte. ^_^ <3

Thema Nummer 3: Silvester
Dieses Thema hielt mich letzte Nacht sehr lange wach, weil ich mir Gedanken machte. Letztes Jahr feierte ich ja mit Marc und K. Silvester/Neujahr, aber dieses Jahr habe ich nichts geplant. Ich würde mich wahnsinnig gerne Marcs Gruppe anschließen, aber ich habe Bedenken, dass P. damit Probleme haben könnte, deswegen habe ich bisher nicht nachgefragt. Nadine ist schon verabredet und ob das was mit Caro wird, steht noch in den Sternen, da sie immerhin in Berlin wohnt und egal wer zum anderen fahren würde, eine extrem lange Strecke zurücklegen müsste. Und ich weiß nicht, ob ich es finanziell schaffen würde, nach Berlin zu fahren – aber offen gesagt bezweifel ich es, da ich noch 25€uro von diesem Monat an eine Rate nachzahlen werde.
Bisher habe ich 1 Silvester alleine verbracht und das war im Jahr ’06->’07. Es war offen gesagt ein schreckliches Gefühl und ich möchte es nicht noch einmal durchleben.
Andererseits möchte ich mich niemandem aufdrängen und hoffe – blauäugig wie ich bin – von irgendjemandem gefragt zu werden. Aber naja, noch sind es ja ein paar Wochen und vllt. ergibt sich ja doch noch was…..die Hoffnung stirbt zuletzt!

Thema Nummer 4: der Vorfall von Dienstag Abend
Mitlerweile haben sie in der Hautür für Ersatzglas gesorgt, aber ich mache mir immer noch Sorgen wegen meinem Nachbarn. Zum Glück habe ich ihn seitdem bisher nicht gesehen (nur gestern durch die Wände bei Nadine gehört) und ich hoffe das wird erstmal so bleiben, denn ich möchte es nicht riskieren, eine aufs Maul zu kriegen, weil ich die Polizei gerufen hatte wegen seiner Aggressivität. Und auch wenn es nur eine Vermutung ist, ich bin fest davon überzeugt, dass der Typ mindestens eine Sorte Drogen konsumiert. Alkoholiker ist er definitiv, so oft wie man ihn mit ‘nem Bier rumlaufen sieht. Ich frage mich immer noch, wieso seine Freundin die ganze Sache runtergespielt hat, obwohl sie vorher noch panisch um Hilfe geschrieen hat, als er sie schlug. Wenn ich in einer Partnerschaft wäre, würde ich mich doch nicht verprügeln lassen, denn das hat absolut nichts mehr mit Liebe zu tun. Wann begreifen das (bevorzugt) die Frauen endlich, dass sie sich nicht schlagen lassen brauchen. Bei der Vorstellung vom eigenen Partner verprügelt zu werden, kann ich nur irritiert den Kopf schütteln. Aber die Menschheit ist ja unter anderem dafür bekannt, dass sie sich Dinge gerne schön redet, um etwas besser ertragen zu können…eines der vielen Mysterien, die vermutlich nie entschlüsselt werden.

Thema Nummer 5: Weihnachten vs. Mele
Seit sich meine Eltern damals getrennt haben, war Weihnachten beschissen. Ausser als ich damals bei meinem ersten Freund und seiner Familie verbracht habe (die übrigens sehr warmherzig waren und mich wie ein eigenes Kind behandelten <3) – ansonsten war jedes XMas irgendwie voll fürn Arsch. Das familiäre Feiern ist völlig verraucht, auch wenn ich an einem der Feiertage vermutlich wieder zu meiner Oma & Onkel fahren werde. Und mit meinen Freunden werde ich auch nicht feiern können, weil sie mit ihren Familien beschäftigt sein werden…2 zu 0 für XMas! XMas ist Weltmeister!!! Die ganze Welt jubbelt…*Augen verdreh*

Thema Nummer 6: Männer und ihre Standartphantasie der 3er
Ich weiß nicht, ob es anderen Frauen auch so stark auffällt wie mir, aber fast jeder Kerl den ich kenne, hätte gerne mal einen 3er mit 2 Frauen. Warum ist das so? Ich meine, seien wir mal ehrlich, sie sollten erstmal lernen eine Frau richtig zu befriedigen, bevor sie von einer Zweiten träumen. Klingt jetzt fies, aber so ist es nunmal und ich rede hier nicht von der Größe vom Glied, sondern wie man damit umgeht, ebenso Hände bzw. Finger und/oder Zunge. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist ja schön und gut, aber man sollte sich erstmal seiner eigenen Fähigkeit/en bewusst sein, bevor man von größeren Herausforderungen träumt. Letztendlich macht nur Übung den Meister…wobei selbst dann nicht zwangsläufig. Also an alle Männer, die das hier lesen, nehmt es euch zu Herzen und arbeitet an euch! ;P

Allerheiligen

Date: 02 November, 2011  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Was für ein überraschendes Wochenende…am Samstag bin ich endlich mal wieder on gekommen und habe mit Andrea über Facebook gequatscht. Etwas später gegen Abend fragte sie mich, ob ich am kommenden Tag Zeit hätte. Eigendlich war ich ja schon mit meiner Oma verabredet, aber Andrea brauchte mich. Also schlug ich vor, dass sie einfach vorbei kommt und wir dann quatschen würden. Gesagt, getan. Abends kam sie dann an und wir gingen ein bissel am Rhein spazieren und quatschten, da wir uns eine halbe Ewigkeit nicht gesehen hatten. Danach fuhren wir dann heimwärts, machten aber vorher noch einen Abstecher bei REWE, da sie Hunger auf Nudelsalat hatte. Frisch eingedeckt mit den nötigen Lebensmitteln gingen wir dann zu mir. Ich bereitete den Nudelsalat vor und wir futterten erstmal. Später machten wir es uns auf meiner ausgeklappten Couch gemütlich und schauten uns Inside an. Irgendwann ging sie ins Bett, während ich noch eine ganze Weile aufblieb. Am Sonntag sind wir dann zu meiner Oma gefahren, aber das war etwas heikel. Andrea fühlte sich sehr wohl, etwas zu wohl für den Geschmack von einer der Anwesenden, wie ich heute erfuhr. Es gab Omas leckere <3 <3 <3 Chinakohlsuppe und nachmittags kam mein Onkel allen ernstes auf die Idee zu grillen. o,o In der Zwischenzeit spielten wir 4 Runden Mensch ärger dich nicht und sowohl Andrea als auch mein Onkel holten sich jeweils 2 Siege. Gegen Abend fuhren wir wieder zurück und sie packte ihre Sachen, um wieder Heim zu fahren. Natürlich brachte ich sie noch zum Bahnhof. Da wollte sie einen 20er in 2 10er wechseln, aber überall wollten sie, dass sie vorher was kauft. Da sie es nicht einsah, fingen wir an Passanten zu fragen. Einer sprach uns dann an und bat ihr an, sie mit seinem Ticket mitzunehmen und so sparte sie einen Teil des Ticketgeldes. Da sie und ich einen Plan für’s kommende Wochenende haben (den ich noch nicht verraten werde ;o ), war ich total aufgekratzt und passte nicht auf. So stolperte ich auf der Treppe und knallte mit dem rechten Knie gegen eine Stufe. Der Schmerz war so stark, dass ich mich fast übergeben hätte. Mir war extrem schwindelig und die beiden mussten mich stützen. Oben angekommen setzte ich mich erstmal, um mich zu sammeln. Andrea gab mir was von einem der Energydrinks, die sie sich eingesteckt hatte. Dann kam nach einer Weile der Zug und die beiden stiegen irgendwann ein und ich humpelte wieder zur Haltestelle. Zuhause angekommen kühlte ich erstmal mein Knie und es wurde dicker und tat höllisch weh. Es dauerte nicht lange, bis Chris und ich telefonierten und ich ihm davon erzählte und er mir nahe legte ins Krankenhaus zu fahren. Schweren Herzens rief ich Nadine an und fragte sie, ob sie noch 10 Euro für die Ambulanz hätte. Glücklicherweise hatte sie die und brachte sie mir runter. Als sie mich so sah, entschied sie sich mitzukommen. Wir waren bis viertel nach 11 (abends!) im scheiß Krankenhaus, um was herauszufinden? Es ist eine dämliche Prellung! Gosh, hat mich das aufgeregt. Naja, hätte schlimmer sein können und so bin ich für Freitag hoffendlich wieder fit. ;3
Zum Glück fuhr noch ein Bus und sammelte uns ein. Der Fahrer war sichtlich erschöpft und er erzählte mir, dass er die Nacht davor einen der Nachtlinien fuhr. Wegen der Schmerzen fragte ich ihn, ob er uns zwischen den Haltestellen rauslassen könnte und er hatte damit kein Problem und ich wollte ihm eine Freude machen, also fragte ich ihn, ob er kurz warten könnte. Ich humpelte schnell rein und brachte ihm 2 Energydrinks. =3 Er freute sich richtig und ich war etwas verlegen….*quietsch* Naja dann sind Nadine und ich noch was zu mir gegangen und haben gequatscht und irgendwann bin ich weggeknackt, weil ich so erschöpft war. Gestern habe ich dann mein Knie geschont und heute war ich wieder bei meiner Oma, da ich kommendes Wochenende keine Zeit habe und weil ich ab diesem Monat kein Ticket 2000 mehr besitzen werde. Es hat zwar auch einige Nachteile, aber so + die letzte Ratenzahlung vom Abo jetzt im November, kann ich mir langsam mal Gedanken machen über eine Telefon/Internet-Flatrate. *-* Naja dafür muss ich noch ein Telefon beschaffen, aber die Idee finde ich einfach klasse. Dann würden die Seiten nicht mehr so lahmarschig aufbauen und überhaupt würde sich das Online gehen wieder lohnen. ;x
Anyway~ bei meiner Oma gabs lecker Mittagessen *sabber* und später auch Kuchen. *~* Und wir haben natürlich gezockt…diesmal hatte ich auch die Karten (Phase 10) dabei und leider wurde ich derbe abgezockt. q.q Der Burner war ja, dass meine Oma sagte, dass sie ein Gedächnis wie ein Elephant hätte und ich murmelte “Transporter” (sie hat sich letztens den 3ten Teil angesehen und angeblich hatte sie ihn noch nicht gesehen, was mein Onkel widerlegte) – jetzt hat sie einen Transporter-Rüssel. xD”
Und am späteren Nachmittag sind wir dann zum Friedhof gefahren, um meinem Opa die Ehre zu erweisen. Es fiel mir sehr schwer, das Grab zu besuchen, weil ich es ein paar Jahre nicht besucht habe und mir Friedhofsbesuche allgemein sehr schwer fallen. Zu wissen, dass man einen geliebten Menschen nie wieder sprechen kann und ihn für immer verloren hat, ist schrecklich. Und als ich meine Oma am Gehstock da stehen sah, wurde mir ihre Sterblichkeit bewusst. Im Alltag denke ich fast nie daran, aber letztendlich hat sie einen Schlaganfall hinter sich und hat auch sonst einige alterstypischen Krankheiten. Wenn sie irgendwann nicht mehr ist, was dann? Sie ist _DIE_ Bezugsperson überhaupt für mich. Die meißten Menschen hängen sehr an ihren Eltern (meißtens an einem Elternteil besonders), aber bei mir ist das nicht so. Für mich ist meine Oma vergleichbar mit einer liebevollen Mutter. Auch wenn meine Oma mich beim Zocken oft ärgert (wobei ich des ja auch sehr oft tu xD”), so steckt viel Liebe zwischen uns. Als ich mal wieder Probleme mit meiner Mutter hatte vor 2 Jahren, da ging ich heulend zu meiner Oma und erzählte ihr was war. Sie nahm mich in den Arm und sagte mir, dass es Dinge gibt, die man nie verstehen wird – dazu zählt halt auch meine Mutter… Wenn ich wieder eine Beziehung haben werde, wem stelle ich dann irgendwann als meine Familie vor? Meine Oma (& mein Onkel). Was sie angeht, habe ich richtige Verlustängste. Wenn der Tag irgendwann so weit sein wird, hoffe ich, dass jemand mir beistehen wird, denn das wird der schlimmste Tag meines Lebens. Davor graut es mir jetzt schon. *seufz*
Achja und Micha rief heute an und wir werden uns wohl morgen sehen. Bin mal gespannt, wie es laufen wird. Mitlerweile habe ich genug Abstand zu der Sache, da Andrea bei mir war und ich endlich mal wieder Spaß hatte.
Nja mitlerweile bin ich wirklich müde, deswegen werde ich mich jetzt einmummeln…

Stille

Date: 29 Oktober, 2011  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Ich würde schreien, wenn ich es könnte.
Ich würde weinen, wenn ich es könnte.
Ich würde fluchen, wenn ich es könnte.
Ich würde etwas kaputt machen, wenn ich nur könnte.
Wut, Trauer, Frust, Verzweifelung.
Doch wenn du mich ansiehst,
siehst du einen geschlossenen Mund,
trockene Augen,
Gleichgültigkeit,
keine Reaktion.
Stattdessen lächel ich dich gezwungen an
und gehe weiter.
Denn wozu sollte ich dir zeigen was ich fühle,
wenn du es doch nicht verstehen würdest.
Es ist sinnvoller niemanden an sich heran zu lassen,
denn so wird man nicht verletzt, wenn man es am wenigsten erwartet.
Schweigend gehe ich weiter und lasse dich stehen.

Ein kurzes hallo…

Date: 29 Oktober, 2011  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Hey…
…endlich schreibe ich mal wieder was. Und das eigendlich auch nur, weil ich darauf warte, dass die 2 Downloads fertig werden von YouTube. Da ich zur Zeit sehr zurückgezogen lebe, sage ich einfach mal wie es mir geht: zum Kotzen. Das ist auch der Grund, wieso ich oft nicht ans Handy gehe und im MSN nicht on bin. Zur Zeit belastet mich einiges und ich komme damit nicht klar. Egal was ich mache – irgendwie wird noch einer draufgesetzt. Offen gesagt war ich sogar schon so weit zu überlegen, ob ich mich an dieses Leben gewöhnen soll. So kann mir keiner mehr zu nahe kommen, als das ich verletzbar bin. Klingt jetzt fast so, als sei ich verliebt und hätte einen Korb gekriegt – aber nein, es hat nichts mit Liebe zu tun. Nur bin ich es leid, dass mir die Leute vor den Kopf stoßen, weil sie nicht nachdenken, bevor sie handeln bzw den Mund aufmachen.
Am Dienstag Abend habe ich nach langem mal richtig losgeflamt (also nicht im beleidigenden Sinne, sondern halt einfach richtig zickig, weil ich wütend war auf Micha und es jetzt immer noch bin. Er hat mich seitdem mehrmals versucht anzurufen, aber ich hatte einfach keinen Bock noch so eine sinnlose Diskussion mit ihm zu führen. Heute (laut Datum gestern) Abend hatte ich einen weichen Moment und wenn er da angerufen hätte, wäre ich sogar drangegangen, aber jetzt bin ich wieder hart wie Stahl.
Es ist mir zur Zeit egal, was mir nahestehenden Personen davon halten, dass ich mich so abkapsel, aber solange ich mich um meinen Kram kümmere (Arzttermine, Ticketumstellung) soll es mich nicht stören. Da ich eh nicht ich selbst bin sondern eher neben mir stehe, könnte ich beispielsweise auch nicht über die Sorgen anderer nachdenken, wenn sie mir ihr Herz öffnen. Jetzt grade wäre es mir wirklich scheißegal und das bin nicht ich. Wenn jemand Probleme hat, höre ich zu und sage ggf etwas dazu. Aber jetzt? Würde ich mit den Schultern zucken und vllt sogar sagen “Wayne interessierts?!”
Am Abend war mein Höhepunkt des Stresses. Ich bin allen ernstes um viertel vor acht noch zum Penny geflitzt, um mir mit Pfandflaschen was Süßes zu kaufen, um runterzukommen. Rein objektiv ein richtiger Fehler, aber es war mir scheißegal. Naja die Folgen ließen nicht lange auf sich warten…mein Magen war natürlich nicht begeistert gewesen und es war schneller draussen, als ich es erwartet hätte.
Eigendlich könnte ich jetzt noch einiges mehr schreiben, aber das mache ich im Laufe des morgigen Tages, da wir jetzt schon 5 Uhr (morgens) haben und ich gerne noch ein wenig schlafen würde.

Ich habe vom Baum der Erkenntnis genascht~!

Date: 20 Oktober, 2011  |  Posted By: Wusel  |  Category: Allgemein

Heute war auch nicht viel besser als die letzten Tage. Erst habe ich verschlafen, da ich im Halbschlaf den Wecker ausgemacht habe und dann hatte ich den ganzen Tag über ‘n Brummschädel. Beim Psychiater war es ganz okay, der Arzt war sympathisch und fragte mich kurz, was im Großen und Ganzen meine Vorgeschichte ist. Da wir nur ca. 15 Minuten hatten, war es ein kurzes Gespräch, aber es brachte mich dennoch zum Nachdenken.
Um die Mittagszeit herum habe ich gespült und dann was gegessen, aber irgendwie hatte ich kaum Appetit. Nachmittags legte ich mich auf die Couch und dachte nochmal über Samstag nach. Wieso hatte mich Nadines Verhalten so extrem gestört? Nach langem Grübeln wurde es mir endlich bewusst. Das Verhalten ähnelte sehr stark dem Verhalten meiner Mutter und das war es, was mich nervte. Es überraschte mich allerdings, dass ich nicht vorher den Zusammenhang realisiert hatte, aber ich war viel zu irritiert gewesen. Naja mitlerweile hat sich mein Gemüt wieder beruhigt, aber nach ihrem Brief weiß ich echt nicht, wie ich mich verhalten soll. Immerhin bin ich erwachsen und schulde niemandem Rechenschaft – weder Familie, noch Freunden, noch meiner Betreuerin. Also muss ich mich nicht rechtfertigen, wenn ich mal ein paar Tage einfach abtauche und mich auf meine Psyche konzentriere.
Ich hatte zufällig von Nadine einen Eintrag der Glücksnuss gelesen, in dem stand “Sprich nie ein hartes Wort, womit du jemanden kränkst, du triffst vielleicht sein Herz viel tiefer, als du denkst.” und sie hatte es mit “ok” kommentiert…da konnte ich es mir nicht verkneifen, zu schreiben “wie zutreffend.” – hoffendlich habe ich ihr damit einen kleinen Denkanstoß gegeben, falls nicht, weiß ich auch nicht…
Nach meiner Erkenntnis schloss ich die Augen und fiel in einen Halbschlaf. Ich kriegte nur noch stark beschränkt alles mit, aber ich war definitiv noch wach. Abends richtete ich mich dann wieder auf für den 1-Frau-Mädelsabend. Aber auch wenns komisch war, ihn alleine zu verbringen, so war er dennoch nicht langweilig.
Aber um nochmal auf den Psychiater zurück zu kommen, er fragte mich halt auch Sachen, ob der Klinikaufenthalt im Februar suizidalen Hintergrund hatte und auch wenn ich im ersten Moment schlucken musste, so konnte ich ihm dennoch in die Augen schauen, als ich es bejahte. Ebenso fragte er mich, ob ich mich jemals geritzt hätte, auch das gab ich zu. Am Ende gab er mir auch eine Liste an Therapeuten mit, bei denen ich mal durchklingeln werde. Mal abgesehen davon, dass ich eh auf eine Warteliste gesetzt werde, so muss ich mir doch eingestehen, dass ich zur Zeit eine Therapie nötig hätte. Der September und der Oktober läuten die traurigste Zeit des Jahres ein. Erst war mein Geburtstag, dann der meiner Schwester, morgen bzw. heute der Geburtstag meiner Mutter (der ich nicht gratulieren werde) und dann halt die herbstlich-winterliche Stimmung, wenn alle Pärchen abends im Warmen zusammen kuscheln und sich gemeinsam einen Film anschauen. Und dann ist bald auch noch Dezember mit dem Fest der Liebe…do’h! Am liebsten würde ich jetzt mit dem Winterschlaf anfangen und erst im Frühling wieder aufwachen…mag Schnee sowieso nicht besonders.
Gleich werde ich meine Winterdecke ins Schlafzimmer schleppen und mich da in mein Bettchen legen und mal wieder richtig ausschlafen. Morgen lasse ich dann mal die Seele baumeln und wenn nichts vorfällt, bin ich Freitag wieder fit genug, um wieder mit anderen zu sprechen…
Also dann,
bis morgen auf meinem Blog oder so. :3